Unser Posaunenchor 2017

Der Posaunenchor Bösingen/Beihingen besteht seit 1973 und probt jeden Freitag um
20.00 Uhr (Winter 19.30 Uhr) im Gemeindesaal (Rathaus) Pfalzgrafenweiler Str. 5 in Bösingen.

Der Chor besteht derzeit aus rund 25 Bläserinnen und Bläsern.

Matthias Kaiser (Dirigent) und Ernst-Karl Dölker leiten den Chor.


Regelmäßig beginnen neue Jungbläsergruppen, zurzeit werden 11 Jungbläser ausgebildet.

Der Posaunenchor gestaltet in unregelmäßigen Abständen die Gottesdienste in Bösingen und Beihingen mit, spielt regelmäßig Geburtstagsständchen bei Senioren, beteiligt sich bei Festen und Feiern in den Kirchengemeinden und bürgerlichen Gemeinden.

Ansprechpartner:

Ernst-Karl Dölker, Bösingen, Tel. 07445-6670, Mail: charlydoelkerdontospamme@gowaway.googlemail.com

Matthias Kaiser, Bösingen, Tel. 07445-1598, Mail: matthkaiserdontospamme@gowaway.web.de

Bernhard Stöhr, Beihingen, Tel. 07456-1525, Mail: bernhard.stoehr65dontospamme@gowaway.gmx.de

Wie alles begann

 

Eigentlich gab es ja bereits Ende der 50-iger Jahre einen Posaunenchor in Bösingen. Dieser Chor hatte sich jedoch nach einigen Jahren wieder aufgelöst. Die Instrumente lagen im Pfarrhaus und warteten darauf, dass sie ihre "Stimme" wieder in die Welt hinausposaunen durften.

Im Jahre 1972 wies ein Gemeindeglied ein paar junge "Kerle" darauf hin, dass diese Instrumente noch existieren, und so begannen die drei Hölzle – Brüder Lothar, Eberhard und Wilhelm sowie Albrecht Ziefle und Thomas Bohnet die ersten Töne und Lieder zu Hause zu spielen.

Werner Gall, der damalige Posaunenchorleiter von Pfalzgrafen­weiler, wurde gebeten nach Bösingen zu kommen, und den Jungs das Blasen beizubringen. Nach den ersten Chorstunden versuchte er, aus dem Posaunenchor Pfalzgrafenweiler jemanden zu finden, der den Bösinger Chor leiten konnte.

Albert Reichert (no mach is halt!) erklärte sich bereit, diese Aufgabe zu übernehmen, und so hatte Bösingen seinen ersten Dirigenten.

Er begann im Frühjahr 1973 mit viel Humor, Gummibärchen und Liebe zu den inzwischen 14 Jungbläsern zwischen 8 und 15 Jahren seine nicht immer leichte Arbeit. Albert Reichert brachte ihnen die Blastechnik bei und er selbst lernte nebenbei die Noten. Auch wurde in jeder Übungsstunde mindestens ein Liedvers gesungen, denn er wollte nicht nur Musik machen sondern den Bläsern auch die Liedinhalte und damit den Glauben an Christus näher zu bringen.

Ab den Jahren 1975/76 kamen laufend neue Jung­bläser hinzu. Sie wurden von den etwas älteren Bläsern ausgebildet. Der Chor war zu einer stattlichen Zahl junger Männer und Buben angewachsen und 1978 wurden die ersten Mädchen als Jungbläserinnen hinzugewonnen.

In den Jahren 1979 -1981 übernahm Hartmut Katz aus Nagold - Hochdorf das Amt des Dirigenten. Er hatte alle Hände voll zu tun, den noch jungen Chor musikalisch zu formen und weiterzu­bringen, zumal sich die Disziplin als eines der schwierigsten Probleme darstellte. Er war darauf bedacht, so bald wie möglich einen Dirigenten aus dem Chor heranzu­ziehen, und so übergab er den Dirigentenstab 1981 an den damals 20-jährigen Matthias Kaiser, welcher den Chor bis 1992 leitete.

Im Jahr 1986 begann die bis dahin größte Jungbläsergruppe mit 13 neuen Bläserinnen und Bläsern, wobei sich zum ersten Mal vier Jugendliche aus Beihingen dem Chor anschlossen.

Bereits 1984 wurde Charly Dölker als Schriftführer und Kassenwart gewählt, später übernahm er auch die Organisation und Leitung des Posaunenchors und führt diese Aufgaben bis heute mit großer Sorgfalt und Treue aus.

Friedhelm Großmann war von 1992 - 1996 Dirigent, Rudi Kaiser übte dieses Amt von 1996 - 1999 aus. Von 1999 - 2007 schwang der damals 19-jährige Christoph Stickel den nicht vorhandenen Dirigentenstab des Posaunenchors. Seit 2007 hat nun wieder Matthias Kaiser die musikalische Leitung inne.

Eines haben alle Dirigenten mit den vielen Jungbläserausbildern der vergangenen Jahre gemeinsam: Sie üben ihren Dienst ehrenamtlich, ohne Entlohnung oder Aufwandsentschädigung mit viel Geduld und Treue aus, weshalb ihnen große Anerkennung und Dank gebührt.

Bis zum 30-jährigen Chorjubiläum im Jahre 2003 hat sich die Bläserzahl auf 38 aktive Bläserinnen und Bläser erhöht, von denen genau die Hälfte unter 18 Jahren alt und ein Viertel weiblich war.

Hinzu kamen damals 14 Jungbläser/innen die von Eberhard Kaiser ausgebildet wurden. Zusammen mit ihm haben Tobias Kaupp, Hans-Peter Rothfuß, Christoph Stickel, Benjamin Stöhr, Gotthilf Bühler und andere in den letzten Jahren über 45 Jungbläser/innen unentgeltlich und mit kostenfreier Bereitstellung der Instrumente das Blasen beigebracht. Die Nachwuchsförderung wird auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Posaunenchors sein, trägt sie doch dazu bei, Kinder und Jugend­liche stark und selbstbewusst zu machen, Verantwortung zu übernehmen und Generationen ­­­übergreifend einen wichtigen Dienst in der Kirchengemeinde und Kommune sowie an Alten und Kranken zu übernehmen.

Um die notwendigen Gelder für neue Instrumente aufzubringen haben die Bläser schon in den ersten Jahren nach Gründung des Chors angefangen, Bösingen vom "Unrat" sprich Altmaterial zu befreien. Im Gründungsjahr 1973 fand die erste Alt­eisen­sammlung, 1974 die erste Altpapiersammlung statt. Da keiner der jungen Bläser einen Führerschein besaß, wurde das Altmaterial mit Leiterwagen und Handkarren eingesammelt. Von 1985 bis ca. 2003 wurden auch Altkleider gesammelt.

Der Dienstauftrag für den Posaunenchor aus Psalm 150 lautet: Lobet ihn (Gott) mit Posaunenschall. Dies war und ist bis heute unsere Motivation und unser Ziel. Darüber hinaus wollen wir unseren Mitmenschen bei verschieden Anlässen und Veranstaltungen in unseren Gemeinden und darüber hinaus Freude bereiten und sie einladen, in das Lob Gottes mit einzustimmen. Auch der Spaß und die Freude am Musizieren in der Gemeinschaft ist Motivation, um im Posaunenchor zu spielen.


Charly Dölker und Matthias Kaiser



Wir sind nicht zu überhören

Zwischen 40 und 50 Mal pro Jahr sind die Bläserinnen und Bläser unterwegs. Neben dem Musizieren in den Gottesdiensten in Beihingen und Bösingen kommen regel­mäßige Auftritte in den Altenheimen in Bösingen und Beihingen sowie das Spielen für Kranke in den Kreiskrankenhäusern Nagold und Horb hinzu. Den älteren Mitbürgern spielen wir zum 80sten Geburtstag und ab 85 Jahren jährlich ein Ständchen zum Geburtstag.

Christi Auferstehung verkündet der Posaunenchor frühmorgens am Ostersonntag zuerst auf dem Friedhof und danach im ganzen Ort Bösingen bzw. Beihingen. Darüber hinaus gibt es Fest­zelt­gottesdienste, Hochzeiten, Geburtstage, Beerdigungen, Senioren­nachmittage, Gottesdienste im Grünen, eigene Posaunenchor-Konzerte, den Posaunentag im Kirchenbezirk, und den Höhepunkt für jeden Bläser, den zweijährigen Landesposaunentag in Ulm, an dem ca. 7000 Bläserinnen und Bläser aus ganz Württemberg teilnehmen.


Ohne Moos nix los

Um die umfangreiche Arbeit des Posaunenchors mit seinen ca. 25 aktiven Bläserinnen und Bläsern und den vielen Jungbläsern bewältigen zu können, ist es notwendig, den Chor ständig mit neuen Noten und Instrumenten auszurüsten. Da sowohl die Aus­bildung des Nachwuchses als auch die Bereitstellung der Noten und Instrumente kostenlos ist, erfordert es von den Chormitgliedern ein großes Engagement, einen Teil der notwendigen Finanzmittel selbst aufzubringen. Bis heute finden jedes Jahr mehrere Altpapiersammlungen statt um den Chor mit den notwendigen finanziellen Mitteln auszustatten. Zudem übernehmen die Bläserinnen und Bläser bei verschiedenen Veranstaltungen die Bewirtung, was zusätzliche Einnahmen mit sich bringt.

Außerdem tragen viele großzügige Spenden bei Geburtstags­ständchen zur Finanzierung der Arbeit bei. Auch Einzelpersonen und Firmen unter­stützen den Posaunenchor finanziell, materiell und ideell. Die ev. Kirchen­ge­meinde bringt sich durch Sonderopfer und Zuschüsse ein, außerdem sind die Ausbilder und Chorleiter ehrenamtlich tätig, was den Chor von erheblichen Kosten freihält.