Corona-Neuregelungen
Und hier wieder neuere Informationen aus Ihrem Kirchenbezirk Calw-Nagold:

1. In den Kirchen, Gottesdiensträumen und im Freien muss ein Abstand von mindestens 2 Metern (Mindestabstand) zwischen den Gottesdienstbesuchern eingehalten werden. In einem Haushalt zusammenlebende Personen können in Abweichung davon näher zusammensitzen.

2. Das Tragen einer nicht medizinischen Alltagsmaske oder einer vergleichbaren Mund-Nasen-Bedeckung wird empfohlen. Bei Unterschreitung des Mindestabstands nach Nummer 9 sowie beim gemeinsamen Sprechen und Singen ist das Tragen verpflichtend.

3. Das den Behörden auf Verlangen vorzulegende, schriftliche örtliche Hygieneschutzkonzept muss folgende Anforderungen erfüllen:

* die Begrenzung und Festlegung der Personenzahl durch den Kirchengemeinderat oder Verbundkirchengemeinderat auf Grundlage der räumlichen Kapazitäten und die Regelung von Personenströmen und Warteschlangen, damit eine Umsetzung des Mindestabstands ermöglicht wird,

* eine Regelung zur Empore, die einen Abstand der Emporennutzer von 5 Metern zu den Gottesdienstbesuchern im Kirchenschiff (nicht 5m zur Balustrade) sowie möglichst einen getrennten Zu- und Abgang vorsehen muss (wenn baulich umsetzbar) – es braucht keine Genehmigung mehr, um die Emporen zu nutzen,

* die regelmäßige und ausreichende Lüftung von Innenräumen, die dem Aufenthalt von Personen dienen, sowie die regelmäßige Wartung von Lüftungsanlagen,

* die regelmäßige Reinigung von Oberflächen und Gegenständen, die häufig von Personen berührt werden,

* die Reinigung der Mikrofone,

* die regelmäßige Reinigung der Sanitärbereiche,

* das Vorhalten von Handwaschmittel in ausreichender Menge sowie von nicht wiederverwendbaren Papierhandtüchern, alternativ Handdesinfektionsmittel oder andere gleichwertige hygienische Handtrockenvorrichtungen, wie zum Beispiel Textilhandtücher, die ausgetauscht werden, nachdem diese von einer Person benutzt wurden,

* eine rechtzeitige und verständliche Information über Zutritts- und Teilnahmeverbote, Abstandsregelungen und Hygienevorgaben, Reinigungsmöglichkeiten für die Hände sowie einen Hinweis auf gründliches Händewaschen in den Sanitäranlagen,

* die rechtzeitige und verständliche Information darüber, ob im Gottesdienst gemeinsam gesungen wird – denn dies ist nun wieder möglich, wenn Schutzmasken dabei getragen werden,

* eine eventuell bestehende Möglichkeit bargeldlosen Opferns,

* die Nennung der zuständigen Pfarrerin, des zuständigen Pfarrers als für den Gottesdienst verantwortliche Person.

4. Im Gottesdienst wird in der Regel wieder gemeinsam gesungen.

5. Nicht notwendige liturgische Berührungen (Handauflegen, Friedensgruß, Begrüßung, Abschied) unterbleiben.

7. Bei der Taufhandlung am Taufstein kann der Mindestabstand unterschritten werden. Neben der Pfarrerin oder dem Pfarrer und dem Täufling dürfen nicht mehr als zwei Personen unmittelbar am Taufstein sein.

8. Bestattungen können unter Beachtung ortspolizeilicher Auflagen und der Regeln, die für alle Gottesdienste gelten, gefeiert werden, im Freien unter bloßer Wahrung des Mindestabstands.

9. Gottesdienste im Grünen, Autogottesdienste oder Motorradgottesdienste können unter Beachtung ortspolizeilicher Auflagen unter Wahrung des Mindestabstands gefeiert werden. Das Hygienekonzept kann an die Besonderheiten im Freien angepasst werden.

10. Online- und Streaminggottesdienste sind weiterhin möglich.

11. Der Gemeindegesang wird wieder eingeführt, allerdings unter eingeschränkten Bedingungen. Immer noch ist in der Wissenschaft nicht zweifelsfrei geklärt, welche Ansteckungsrisiken herrschen, daher ist beim gemeinsamen Singen und Sprechen ein geeigneter Mund-Nasen-Schutz verbindlich zu tragen.

12. Dass wieder gesungen wird, kostet den Preis, dass um der Vorsicht willen die Mindestabstände nicht verringert werden. Es bleibt also bei 2 m, Personen, die demselben Haushalt angehören, können enger beieinander sitzen. Dann muss aber zwischen dieser Gruppe und der nächsten oder der nächsten Person der Mindestabstand eingehalten werden.

13. Die Regelungen hinsichtlich der Nutzung von Emporen sind nicht mehr in der Regelung, d.h. Emporen können – unter Wahrung der Regeln – genutzt werden. Manche Gemeinden berichten, dass bei Konfirmationen mehr Gemeindeglieder eingeladen werden können, wenn man Einzelpersonen und Paare auf die Empore setzt, die Familien aber ins Schiff. Auch die sorgsame Kalkulation von versetzten Gruppen in den Bankreihen kann überraschende Gewinne bringen.